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Mitgelaufen

Christoph Werner

Das Buch „Mitgelaufen“ ist nicht wie andere Bücher über das Leben in der DDR. Hier liegt nicht der Fokus auf Mangelwirtschaft, einer allmächtigen Partei und der Staatssicherheit. Der Autor ist auch kein Opfer des Regimes, dem schreckliches widerfahren ist. Er gehört zu der großen Masse derjenigen, die sich als Rädchen im Mechanismus der DDR-Diktatur gedreht haben. Christoph Werner bricht mit seinem Buch das Schweigen der Mitläufer. Er stellt sich seiner eigenen Vergangenheit und dem Wissen, dass er selbst durch seine Zurückhaltung oder auch lautstarke Zustimmung das alte System lange am Leben erhalten hat. Jahrzehnte nach dem Mauerfall eröffnet er damit vor allem der heranwachsenden Generation, welche die DDR nur noch vom Hörensagen kennt, einen ganz neuen Blickwinkel auf ihre Geschichte.

Ohne Anklage und ohne den Versuch der Rechtfertigung wagt er eine kritische Betrachtung aus dem eigenen Erleben und gewährt Einblicke in eine vergangene Zeit.
Möge der Leser nicht mit dem Zeigefinger auf ihn zeigen, sondern sich fragen, wie oft er heute selbst dem Mainstream folgt oder mutig zu sich selbst und seiner Meinung steht.

Bad Lippspringe

Die an Paderborn im Nordosten angrenzende Kurstadt liegt am Rande des Naturparks Teutoburger Wald/Eggegebirge, wurde im Jahr 780 erstmals erwähnt und ist ein moderner Gesundheitsort mit mehreren Heilquellen, die öffentlich zugänglich sind, sowie Kurparks, Spazier-, Wander- und Radwegen.
Sie trägt den Beinamen „Blumenstadt“. Zusätzlich locken verschiedene Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen Besucher an; 2017 war Bad Lippspringe zudem Ausrichter der Landesgartenschau.

Als Wahrzeichen gilt die Burgruine aus dem 13. oder 14. Jahrhundert (Auf der Burg), zu deren Füßen das Quellbecken der Lippe liegt, auch „Odins Auge“ genannt. Diese entspringt in acht Metern Tiefe und zählt zu den stärksten Flussquellen Deutschlands.

Arminiuspark, Jordanpark, Kurwald und Kaiser-Karls-Park sind alle unterschiedlich gestaltet und laden zum Verweilen ein. Insbesondere der Kurwald wurde zur Landesgartenschau 2017 vollkommen neu angelegt. Der Planetenweg verbindet diese Parkanlagen miteinander. Die subtropische „Thermal-Wasser-Erlebniswelt“ der Westfalen-Therme ist ein einzigartiges Wohlfühlparadies und zieht Besucher auch aus dem Umland an. Auch das Veranstaltungsangebot ist umfangreich, darunter das Parkfestival zu Pfingsten, die „Parkbeleuchtung“ im Kaiser-Karls-Park im August, das Stadtfest im Oktober sowie der Weihnachtsmarkt im Dezember.

Zu den Sehenswürdigkeiten in der Innenstadt zählen das Haus Hartmann von 1840 mit Heimatmuseum (Kirchplatz 1), die benachbarte dreischiffige neugotische Pfarrkirche St. Martin von 1898/1900 mit einem Turm von 1600 und einer größeren Orgel im Inneren (Kirchplatz 6), das im neugotischen Stil gehaltene Brunnenhaus der Liborius-Heilquelle, zwischen 1904 und 1908 erbaut, daneben ein im Sommer beliebtes Tretbecken (Lange Straße 20), die Kaiser-Karls-Trinkhalle, ursprünglich 1925–27 erbaut, nach Verfall 1986 wiedereröffnet und heute auch Veranstaltungsort (Lange Straße 29a).

Beliebt als Fotoobjekt ist auch der Brunnentempel der Arminiusquelle unweit der Lippequelle, 1989/90 nach dem Abriss der alten Trinkhalle erbaut. Die Quelle wurde 1832 bei der Burgruine entdeckt, und mit ihr begann die Geschichte als Heilbad. Das außerhalb liegende Forsthaus Steinbeke dient als Informationszentrum für das Naturschutzgebiet Egge Nord mit mächtigen Buchenwäldern.

 

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Aus dem Reiseführer: Paderborn, von Michael Schnelle. mitteldeutscher verlag 2017, S. 103-105.
Wir danken dem mdv  für seine freundliche Genehmigung.

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