Nordrhein-Westfalen-Lese

Gehe zu Navigation | Seiteninhalt
Nordrhein-Westfalen-Lese
Unser Leseangebot

Johann Joachim Winckelmanns Wirken auf Schloss Nöthnitz und in Dresden

Klaus-Werner Haupt

Nach rastlosen Jahren findet Johann Joachim Winckelmann auf dem nahe Dresden gelegenen Schloss Nöthnitz eine Anstellung als Bibliothekar. Die bünausche Bibliothek und die Kunstsammlungen der nahen Residenzstadt ermöglichen Kontakte mit namhaften Gelehrten. In ihrem Kreise erwirbt der Dreißigjährige das Rüstzeug für seine wissenschaftliche Karriere. Sein epochales Werk „Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Werke in der Mahlerey und Bildhauer-Kunst“ (1755) lenkt den Blick auf die Kunstsammlungen Augusts III. und ebnet den Weg nach Rom.

Winckelmanns Briefe, von denen mehr als fünfzig aus den sächsischen Jahren überliefert sind, lassen seinen Karrieresprung, aber auch seine persönlichen Nöte vor unseren Augen lebendig werden. Zwei Gastbeiträge über die jüngere Geschichte des Schlosses und die Visionen der Freunde Schloss Nöthnitz e. V. runden den Jubiläumsband ab.

Ein Leben in Bronze

Ein Leben in Bronze

Romy Tennstedt

Der Sendenhorster Bernhard Kleinhans fertigte Zeit seines Lebens gewichtige Bronzeskulpturen.

Der 1926 geborene Künstler und Skupteur war Zeit seines Lebens eng mit seiner westfälischen Heimat verbunden. Er stammte aus Sendenhorst, einer Kleinstadt südöstlich von Münster, wohin es ihn nach Ausbildung und Studium in München wieder zurückzog. Hier richtete er sich seine Werkstatt ein – eine Bronzegießerei, denn die Metalllegierung aus Kupfer und Zinn war ihm das liebste Material.

Kleinhans schuf sowohl zahlreiche Kleinplastiken als auch gewichtige Großskulpturen. Seine Werke zeigen unterschiedliche Themen profanen wie auch religiösen Inhalts. Sie versuchen mit dem Betrachter in Kommunikation zu treten oder längst Vergangenes zurück in die Gegenwart zu holen. So präsentieren seine Skulpturen entweder typisch menschliche Verhaltensweisen oder stellen historische sowie biblische Figuren dar. Mitunter sind auch Szenen aus Mythen und Sagen zu finden, wie z. B. die tonnenschwere Figurengruppe „Die Taten des Herkules“ aus dem Jahr 1973, die in Münster nahe des LBS Gebäudes aufgestellt ist.

Goethefigur von B. Kleinhans am Brunnen in Waldliesborn
Goethefigur von B. Kleinhans am Brunnen in Waldliesborn

1956 erhielt Kleinhans den Kunstpreis „Jung-Westfalen“. Von da an wurden er und seine Werke über Westfalen hinaus bekannt. Heute kann man verschiedene Figuren in verschiedenen Städten Nordrhein-Westfalens im öffentlichen Raum finden, u. a. der Goethebrunnen in Waldliesborn.

Seine Heimatstadt Sendenhorst, die ihm 1991 die Ehrenbürgerschaft zuteilwerden ließ, hat mehrere seiner Werke gekauft und aufgestellt und hält das Andenken, an den 2004 verstorbenen kunstschaffenden Sohn ihrer Stadt hoch. In der Broschüre „BERNHARD KLEINHANS. Ein Rundgang durch Sendenhorst“ werden die verschiedenen Werke, die man auf einem Rundweg durch den Ort sehen kann, vorgestellt.

Einer seiner beiden Söhne, Basilius Kleinhans, ist in des Vaters Fußstapfen getreten. Auch er arbeitet mit dem Werkstoff Bronze, verwendet aber andere Motive, ganz eigene Techniken zur Fertigung und spielt auch gern mit metallenen Farbkontrasten.

***

Foto: H. Multhaupt

Werbung:
Unsere Website benutzt Cookies. Durch die weitere Nutzung unserer Inhalte stimmen Sie der Verwendung zu. Akzeptieren Weitere Informationen