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Die verlassene Schule bei Tschernobyl - Lost Place

Nic

Am 26. April 1986 kam es im Atomkraftwerk Tschernobyl zu einer der schlimmsten Nuklearkatastrophen. Die freigesetzte Radioaktivität entsprach dem zehnfachen der Atom-Bombe von Hiroshima 1945. Erst drei Tage später wurde die 3 km entfernte Stadt Prypjat evakuiert und alle Bürger mussten ab 14 Uhr "vorübergehend" ihren Wohnort verlassen. Seither ist die Mittelschule der Stadt verwaist.

30 Jahre Leerstand hinterlassen Ihre Spuren. Doch genau die machen den Ort sehenswert. Der Großteil der Mittelschule ist in einem unberührten Verfallszustand. Die Wände verlieren ihre Farbe, die alten Schulbücher erinnern an den einstigen Schulalltag. Das Heft zeigt Klassenräumen, Flure, die Turnhalle und die große Schulaula.

Das Heft bietet in der Mitte ein doppelseitiges Poster.

ISBN: 978-3-86397-121-2

Preis: 3,00 €

Von der Industrie zu Kultur und Natur

Von der Industrie zu Kultur und Natur

Der Nordsternpark in Gelsenkirchen ist ein ideales Beispiel für den Wandel, den die Industrieregion Ruhrgebiet in den letzten Jahrzehnten erfahren hat. Noch vor gar nicht allzu langer Zeit wurde das Areal von der Zeche Nordstern dominiert, die dem Park ihren Namen vererbte. Dier Zeche nahm ihren Betrieb im Jahr 1868 auf und wurde im Rahmen des Zechensterbens 1982 stillgelegt. Geblieben ist die komplette Anlage vom damaligen Schacht 1, die wie das gesamte Areal saniert wurde.

Schon 1997 wurde das ehemalige Gelände bundesweit beachtet, weil es Veranstaltungsort für die 25. Bundesgartenschau war. Im Anschluss an die Pflanzenausstellung wurde das Gelände der Öffentlichkeit übergeben, auf dem seither zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu besichtigen sind. Zu nennen wäre das Amphitheater, das mit regelmäßig stattfindenden Festen unterhält und direkt am Ufer des Rhein-Herne-Kanals liegt. Dieser wird vom Wahrzeichen des Nordsternparks überspannt – eine für Fußgänger und Radfahrer vorgesehene Brücke, die mit ihren roten Doppelbögen weithin sichtbar ist. Verschiedene Wander- und Radwege verlaufen durch die Parklandschaft, unter anderem am Kanal entlang, aber auch auf pyramidenförmigen Geländeerhebungen, die gleichzeitig als Aussichtspunkte dienen. Besonderer Beliebtheit erfreut sich der „Deutschlandexpress“, der den Park auch bei schlechter Witterung besuchenswert macht. Dabei handelt es sich um eine überdachte Miniatureisenbahn, die als drittgrößte der Welt gilt und Deutschland in Miniatur zeigt.

 

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Aus: RUHRGEBIET. Die 99 besonderen Seiten der Region, entdeckt von Michael Moll, mitteldeutscher verlag 2015, S. 67. Mit freundlicher Genehmigung des mdv.

 

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